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Elbe-Weser. Sobald es nachts wärmer wird und es zusätzlich noch regnet, beginnen Kröten, Frösche und Molche mit der alljährlichen, nächtlichen Wanderung. Deshalb ruft der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) dazu auf, im Verkehr auf wandernde Amphibien zu achten.
„Wenn nachts die Temperatur über vier Grad steigt, werden Frösche, Kröten und Molche sich auf den Weg zu ihren Laichgebieten machen. Sollte es mit zunehmender Wärme auch noch feucht werden, wird eine Massenwanderung einsetzen - und damit leider an vielen Stellen auch oft ein Massensterben“, sagt Bernd Quellmalz, BUND-Regionalgeschäftsführer Weser-Elbe. Die Gefahr besteht nicht nur darin, dass die Tiere überfahren werden, sondern vor allem darin, dass sie bei Geschwindigkeiten von mehr als 30 km/h durch den Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn, getötet werden. Außerdem sind sie nicht in der Lage, Fahrzeuge als tödliche Gefahr zu erkennen. Dies ist einer der Gründe für die Abnahme der Amphibien-Population in den vergangenen Jahren. Daneben gefährden auch der Einsatz von Pestiziden und der Verlust an Kleingewässern die Tier. Inzwischen unterliegen alle Amphibien dem besonderen Artenschutz und viele von ihnen stehen auf der „Roten Liste der gefährdeten Arten“.
Der BUND bittet daher darum, besonders in den kommenden Wochen abendliche und nächtliche Autofahrten auf den Wanderstrecken so gering wie möglich zu halten und auch mit dem Fahrrad aufmerksamer zu fahren.
Interessierte, die den Tieren helfen möchten, können Kröten und ander Lurche in deren Laufrichtung über die Straße tragen. Dabei darf die eigene Sicherheit jedoch nicht gefährdet werden. Auf dem eigenen Grundstück empfiehlt der BUND „Amphibienfallen“, wie Lichtschächte und Halterungen für Wäschespinnen, abzudecken. Weitere Informationen gibt es unter BUND-Weser-Elbe.de.