

Die Kita „Wunderwelt“ hatte zum Feiertag die Pforten für ihre 70 kleinen Bewohner geöffnet, die in Begleitung ihrer Eltern und zum Teil auch mit ihren Großeltern erschienen waren. Die Verantwortlichen hatten auch nicht vergessen, neben den Vertretern aus Politik und Verwaltung auch die Nachbarn vom Sportverein VSK, dem Grünen Zentrum und dem Zeitungsverlag Saade einzuladen. „Die Aufsichtspflicht obliegt heute den Eltern“, teilte Moderator Niels Meyring vom SOS-Kinderdorf den Anwesenden bei seiner Begrüßung mit. Schließlich sollte die offizielle Eröffnung auch eine unbeschwerte Feierlichkeit für die 18 Beschäftigten der Kita und für ihre Leiterin Laura-Christin Martin sein.
Platz für 70 Kinder
Die SOS-Kita bietet in ihren hellen weitläufigen Räumlichkeiten ausreichend Platz für insgesamt 70 Krippen- und Kindergartenkinder. Die Gestaltung der unterschiedlichen Funktionsräume und das Kinder-Restaurant muten fast ein wenig futuristisch an, und ein immer wiederkehrender Grünton erinnert an einen Bremer Fußball-Erstligisten. Neben der Betreuung sollen die Kinder auch individuell gefördert werden. Um diesem Ansatz gerecht zu werden, ist unter Einbeziehung der Räume ein Konzept entwickelt worden, das sich nach den Bedürfnissen, den Interessen und dem jeweiligen Entwicklungsstand der Kinder richtet. Ein Atelier und ein Werkbereich bieten hier die Möglichkeit, den Fantasien freien Raum zu lassen. Ein Leseraum lädt zum Verweilen und Bücher anschauen ein, und da der Kita-Garten direkt an das Stadiongelände grenzt, steht auch reichlich Bewegungsfläche im Außenbereich zur Verfügung.
„Früher sahen die Kitas anders aus“, brachte es Bürgermeister Torsten Rohde bei seinem Grußwort auf den Punkt. „Da kann man fast neidisch werden.“ Immerhin können, unter Einbeziehung der Plätze in der öffentlichen Wunderwelt-Kita, jetzt über 1.100 Kinder in Osterholz-Scharmbeck professionell betreut und gefördert werden.
Gemeinsam viel gestemmt
Kita-Leiterin Martin erinnerte noch einmal an den 7. September 2018, als die Kinder in ihre Kita einzogen, und das neu formierte Kita-Team endlich mit der Arbeit beginnen konnte. „Wir haben als Team gemeinsam viel gestemmt und Meilensteine gesetzt“, schaute Martin zurück. Als kleines Dankeschön überreichte sie allen Mitgliedern ihres Teams als Präsent eine Wunderwelt-Flasche und eine Sonnenblume, bevor das Buffet mit Kuchen, Snacks und Getränken eröffnet wurde. Anschließend hatten die Gäste die Möglichkeit, sich bei einer Hausführung über die Qualität der Kita-Räumlichkeiten, die sich auf zwei Etagen und über 800 Quadratmeter erstrecken, zu überzeugen.
Auch der Bund Deutscher Architekten (BDA) hat bereits ein Auge auf das von dem Architekten Professor Dr. Georg Klaus geplante Gebäude geworfen. Die Kita steht als eines von vier Projekten aus der Region in der engeren Wahl zum BDA-Preis Niedersachsen. Eine fünfköpfige Jury entscheidet Anfang September über die Auszeichnung, die alle vier Jahre für beispielgebende und besondere baukünstlerische Leistungen vergeben wird.