Ralf G. Poppe

Vernetzen, gestalten, voranbringen

Bei ihrer Jahreshauptversammlung diskutierte die Bremervörder Wirtschaftsgilde über Infrastruktur, Innenstadtentwicklung und neue Veranstaltungsformate – und setzt dabei auf Kontinuität im Vorstand.
Der alte und neue Vorstand der Bremervörder Wirtschaftsgilde: (v. l. n. r.) Boris Thomas, Jan Draack, Stefanie Kase und Rainer Röhrs.

Der alte und neue Vorstand der Bremervörder Wirtschaftsgilde: (v. l. n. r.) Boris Thomas, Jan Draack, Stefanie Kase und Rainer Röhrs.

Bild: Rgp

Bremervörde. Die Bremervörder Wirtschaftsgilde hat am Mittwoch, 26. März, ihre Jahreshauptversammlung im Hotel Daub abgehalten. Neben der turnusmäßigen Vorstandswahl standen zentrale Themen der regionalen Entwicklung auf der Tagesordnung – vom interkommunalen Gewerbepark an der geplanten A 20 bis hin zu neuen Impulsen für den Hafenbereich.

Vorstand bestätigt, Konzept überzeugt

Nach Kassenbericht und Entlastung des Vorstands wurden die bisherigen Mitglieder erneut in ihren Ämtern bestätigt. Boris Thomas bleibt einstimmig Vorsitzender, ebenso Stefanie Kase, Jan Draack und Rainer Röhrs im Beirat. Ingo Schneider und Jörg Hensel übernehmen die Kassenprüfung.

Boris Thomas zog eine positive Bilanz des Vorjahres: Besonders die neue Veranstaltungsreihe Meet my Business sei gut angelaufen. Besuche in der OsteMed-Klinik, bei B-G-S Paulsen und im EM-Logistikzentrum seien auf große Resonanz gestoßen. Das Sommerfest in der Trattoria del Porto mit 85 Teilnehmenden habe das Format erfolgreich abgerundet.

Baugebiete und Innenstadt im Fokus

Bürgermeister Michael Hannebacher berichtete als Gast der Versammlung von aktuellen städtebaulichen Entwicklungen. Der Projektierer im Baugebiet „Alter Kirchweg“ sei ausgetauscht worden: Die Bauen im Cuxland GmbH habe das Projekt übernommen. Auch das Baugebiet Vörder Feld Nord I sowie die Herausforderungen des Leerstandsmanagements in der Innenstadt wurden thematisiert.

Gewerbepark nur mit A 20 realisierbar

Ausführlich referierte Kurt Koopmann zum Stand des interkommunalen Gewerbeparks an der B 495 / A 20. Die Stadt Bremervörde habe sich im Juni für eine Kooperation mit der Samtgemeinde Geestequelle sowie Ebersdorf und Oerel ausgesprochen. Entscheidend für die Realisierung sei jedoch der Bau der A 20.

Koopmann erläuterte den aktuellen Planungsstand: Die A 20 sei weiterhin im „vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans. Die Planfeststellung für das „Kehdinger Kreuz“ liege seit dem 27. Februar vor, für den Anschluss an die A 23 werde der Beschluss in den kommenden Monaten erwartet. Der Bau des Elbtunnels müsse spätestens 2026 beginnen, sonst verfalle die rechtliche Grundlage aus dem Jahr 2016. Eine Fertigstellung des Tunnels sei für Mitte der 2030er-Jahre angepeilt.

Für den Abschnitt 6 zwischen Ebersdorf und Gräpel rechnet Koopmann mit dem Planfeststellungsbeschluss bis Ende 2025 und einem möglichen Baubeginn bis 2027 – vorausgesetzt, der Tunnelbau starte fristgerecht. Problematisch: Der Abschnitt könne zunächst ohne Anbindung an Weser oder Kehdinger Kreuz entstehen. Die Stadt Bremervörde habe daher dem Bürgermeister das Mandat erteilt, sich auf Landes- und Bundesebene für eine priorisierte Umsetzung samt verkehrslenkender Maßnahmen einzusetzen.

Preisverleihung, Betriebsbesuche, Sommerfest

Zum Abschluss der Versammlung stellte WiGi-Projektmanager Manfred Mühler die Termine für das laufende Jahr vor:
22. April: Verleihung des Friedrich-Conrad-Degener-Preises im Rathaus
6. Mai: „Meet my Business“ bei der Baugesellschaft Kurt Buck in Iselersheim
2. Juli: Sommerfest erneut in der Trattoria del Porto


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